Unterstufe (Klasse 1 – 4)

Heilpädagogisches Reiten

 

Seit vielen Jahren gehört das heilpädagogisch ausgerichtete Reiten zum festen Förderangebot der Adolf-Schulte-Schule. Aktuell fahren im Wechsel zwei Gruppen, bestehend aus jeweils bis zu zehn Schülern und einer Lehrkraft (zurzeit Frau Unger) sowie einer Klassenhelferin, zum therapeutischen Reiten. Die Gruppe wird halbjährlich nach Absprache des Stufenteams vor dem Hintergrund des vorhandenen Förderbedarfs und aus Schülern der Unterstufe (bis einschließlich Klasse 5) zusammengestellt. Die Kosten für das Angebot trägt der Förderverein der Adolf- Schulte- Schule auf der Basis von Spendeneinnahmen. Der Transport nach Lünen zum Reitstall Kersebohm erfolgt durch ein Busunternehmen; die Kosten hierfür werden von der Stadt Dortmund getragen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Pädagogische Intentionen

Beim therapeutischen Reiten können die emotionalen und kommunikativen Möglichkeiten im Umgang mit dem Pferd ebenso effektiv zur Förderung eingesetzt werden wie dessen körperliche und bewegungsspezifische Besonderheiten. Die Ruhe und Ausgeglichenheit eines speziell ausgebildeten Therapiepferds übertragen sich auf den darauf sitzenden Schüler, sodass er sich vertrauensvoll auf die Therapie einlassen kann. Für die Beziehung zwischen SchülerInnen mit Lernbeeinträchtigungen und Pferden sind neben den verschiedenen Formen der Kommunikation auch vielfältige Wahrnehmungserfahrungen (Sehen, Riechen, Fühlen, Hören) von großer Bedeutung.

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Verkehrserziehung

Es gibt in jedem Schuljahr in der Unterstufe theoretische Unterrichtsreihen rund

um die Verkehrserziehung, so z.B.:

  • Wie gehe ich richtig über die Straße?

  • Wie überquere ich die Straße bei einer Ampel?

  • Was heißen die Verkehrszeichen?

  • Ist mein Fahrrad verkehrssicher?

 

Weiterhin nehmen die Schülerinnen und Schüler an viele Aktivitäten teil, um zu

lernen, sich sicher im Straßenverkehr zu bewegen:

 

Die Busschule wird von den Dortmunder Stadtwerke angeboten. Hier lernen die

Kinder spielerisch und praktisch, wie man sich richtig bei der Benutzung öffentlicher

Verkehrsmittel verhält, welche Gefahren auftreten können und wie man sich dabei

verhält. 

 

An der Fahrradstafette nehmen alle Dortmunder Förderschulen teil. Innerhalb eines

Schuljahres wird ein Wimpel von Schule zu Schule gebracht, bis der Wimpel wieder

an der Ausgangsschule angekommen ist. Dort findet dann eine Abschlussfeier statt.

Die Stafette wird von einem ADFC-Mitglied begleitet, der auch den Fahrradcheck bei

den Schülerrädern vornimmt.

Fahrradtraining findet unter Aufsicht der Polizei auf dem Verkehrsübungsplatz statt.

 

Für Schulanfänger wird von der Polizei Dortmund ein Puppen-Theaterstück vorgeführt zum Thema Fußgänger im Verkehr. Der Gang zur Verkehrspuppenbühne wird von einem Polizisten begleitet. Auch für die Schüler der Klasse 5 gibt es ein Theaterstück und zwar zum Thema ‚Helm tragen‘. Den Schülern wird in diesem Puppenspiel sehr deutlich vor Augen geführt, wie wichtig es ist, beim Fahrradfahren einen Helm zu tragen.

 

In der Fahrrad-AG können die Schülerinnen und Schüler der Mittelstufe ihr Wissen rund um das Fahrrad vertiefen und trainieren.

Schwimmen (Erlangen der Schwimmfähigkeit, Fr., 1./2.Std.)

Der Schwimmunterricht an der Adolf-Schulte-Schule findet im fußläufig schnell zu erreichenden Stadtteilbad Aplerbeck statt. In verschiedenen Gruppen werden die Schülerinnen und Schüler der Klassen 1 bis einschließlich 5 ihrem jeweiligen Können entsprechend unterrichtet. Im Anfängerkurs steht die spielerische Wassergewöhnung im Vordergrund, mögliche Ängste sollen dabei abgebaut werden. Es folgt eine Anbahnung erster Schwimmbewegungen. Der Unterricht in der Halbschwimmergruppe widmet sich dem Ausbau dieser Bewegungen hin zu einer Schwimmtechnik. Das Schwimmabzeichen „Seepferdchen“ soll abgelegt werden und die Schwimmausdauer gesteigert. Der Unterricht der Schwimmergruppe stellt das sportliche Schwimmen in den Mittelpunkt. Es können die verschiedenen Schwimmabzeichen erworben werden.

Jährlich finden die Stadtmeisterschaften der Förderschulen im Schwimmen statt. An diesem Wettkampf können alle Schülerinnen und Schüler, egal welchen Jahrgangs, teilnehmen. Für diesen Wettkampf haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, in einer Extrastunde (mittwochs) zu trainieren.

Ergo- & Sprachtherapie (Ergotherapiepraxis Norrenbrock/Logopädische Praxis Neuwirth)

 

Ergotherapie Alfred Norrenbrock

Ergotherapie in der Pädiatrie wendet sich an Kinder vom Säuglings- bis ins Jugendlichenalter, wenn ihre Entwicklung verzögert ist, sie in ihrer Selbständigkeit und Handlungsfähigkeit eingeschränkt oder von Behinderung bedroht oder betroffen sind.

 

Die Ursachen hierfür sind z.B. angeborenen oder früherworbenen Störungen der Motorik und Koordination, Entwicklungsstörungen, Wahrnehmungsstörungen, Koordinationsstörungen in der Grob- und Feinmotorik, Grafomotorik, mangelnde Bewegungs- und Handlungsplanung, Frühförderung bei Entwicklungsverzögerung, Sprachstörungen, Lese- Rechtschreibstörungen, Rechenschwäche, Konzentrationsstörungen und Lernschwierigkeiten, Hyperaktivität (ADS/ADHS), Verhaltensstörungen (z. B. Aggressivität) sowie psychische Erkrankungen, körperlichen und geistigen Behinderungen, Autismus, Sinnesbehinderungen, Störungen in der Sozialentwicklung und Kommunikationsfähigkeit sowie psychischen Erkrankungen und geistige Behinderungen.

 

 

Übergeordnetes Ziel ist immer die größtmögliche Selbständigkeit des Kindes:

- Verbesserung der Bewegungsabläufe, der Tonusregulation und der Koordination

- Umsetzung und Integration von Sinneswahrnehmungen/sensorische Integrative

   und die Verbesserung der Körperwahrnehmung und des Körperschemas

- Entwicklung und Verbesserung von kognitiven Fähigkeiten wie Konzentration

   und Ausdauer

- Entwicklung und Verbesserung von sozio-emotionalen Kompetenzen, u.a. in den

   Bereichen der emotionalen Steuerung, der Affekte, der Motivation oder der

   Kommunikation

- Integration des Kindes in Familie und Umwelt

- Kompensation bleibender Defizite, u.a. auch durch Hilfsmittel

 

 

Behandelt wird u.a. nach den Behandlungskonzepten von Ayres (Sensorische Integrationstherapie), Bobath, Frostig, Tiergestützte Therapie, Therapie nach Affolter, Kinesologie, Feldenkrais, K-Taping Spieltherapie, Gestalttherapie, Tanztherapie, Geschickte Hände, Arbeiten im Tonfeld, Neurofeedback, Biofeedback, Aufmerksamkeits- /Konzentrationstraining (z.B. nach Lauth u. Schlottke, Marburger Konzentrationstraining, THOP-Programm), Elternberatung / Elterntraining (THOP-Programm, IntraActPlus-Konzept), Linkshänderberatung.

 

Grundsätzlich sollen alle in der Behandlung angebotenen Aktivitäten für das Kind in einem sinnvollen Handlungszusammenhang stehen.

 

Der tatsächliche Entwicklungsstand des Kindes/Jugendlichen ist die Grundlage aller Maßnahmen. Dafür müssen die geistigen, emotionalen und körperlichen Fähigkeiten und Defizite des Kindes erfasst werden.

 

Die Beratung der Eltern und die intensive Zusammenarbeit mit ihnen sowie der Austausch mit anderen, das Kind betreuenden Personen, sind unabdingbarer Bestandteil der Behandlung.

Logopädische Praxis Anja Neuwirth

Unsere logopädische Praxis befindet sich in Dortmund- Aplerbeck im Rodenberg-Center.

Die logopädische Behandlung wird eingesetzt bei sämtlichen Formen von Sprach-, Sprech-, Stimm-, Hör- und Schluckstörungen bei Kindern und Erwachsenen.

 

Bei Schulkindern liegt des Öfteren eine Sprachentwicklungsverzögerung vor, die sich in verschiedenen sprachlichen Bereichen äußern kann. Zum Beispiel:

 

  • Eingeschränkter Wortschatz und Satzbildung 

  • Aussprachestörung

  • Mundmotorische Schwäche

  • Dysgrammatismus

  • Eingeschränkte auditive Wahrnehmung

  • Stottern

Coolnesstraining

 

Das Coolnesstraining ist als besondere Form des Sozialtrainings zu verstehen und ist gedacht

  • für Kinder, die Probleme damit haben, ihre aggressiven Impulse zu kontrollieren,

  • aber auch für diejenigen, die Streitschlichter/innen werden möchten.

 

Im Rahmen des Trainings lernen die Kinder, sich selbst und andere aufmerksamer wahrzunehmen, Kooperation zu lernen, Provokationen auszuhalten und angemessen darauf zu reagieren sowie Konflikte sozial verträglich zu lösen. Gelernt und erprobt wird dies anhand praktischer Übungen und alltäglicher Situationen (Inhaltsübersicht s. unten).

 

Das Setting des Coolness-Trainings gestaltet sich aktuell folgendermaßen:

  • Das Training findet als AG in der Mittelstufe statt (2 Std. pro Woche).

  • Die Trainingsgruppe hat zurzeit 7 Mitglieder.

  • Das Training wird von einer Lehrkraft mit einer Ausbildung als Coolness-Trainer/in durchgeführt.

  • Das Training läuft über ein Schulhalbjahr, an dessen Ende gemeinsam besprochen wird, ob die Teilnehmer/innen das Training erfolgreich absolviert haben. Basis hierfür ist vor allem der Coolness-Pass, der die Kinder über die Dauer des Trainings begleitet.

  • Der erfolgreiche Abschluss wird mit einer Urkunde bestätigt und mit einer erlebnispädagogischen Gemeinschaftsaktion belohnt.

  • Ein erfolgreich absolviertes Coolness-Training gilt als Voraussetzung für eine Ausbildung und spätere Tätigkeit als Streitschlichter/in.

  • Die Trainingsgruppe setzt sich aus Kindern mit impulsiv-aggressiven Verhaltensweisen und Kindern mit prosozialem Verhalten (potenzielle Streitschlichter/innen) zusammen, wobei alle Teilnehmer/innen sich freiwillig gemeldet haben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die folgende Tabelle gibt in knapper Form den Aufbau des Trainings und dessen wesentliche Inhalte und Methoden wider. Die Struktur ist als flexibler Orientierungsrahmen zu verstehen, der je nach Gruppensituation auch abgewandelt und anders akzentuiert werden kann.

Die jeweiligen thematischen Schwerpunkte der Trainingsstunden werden durch Action- oder Kraftspiele ergänzt, die sehr motivierend für die Schüler/innen sind und ihnen großen Spaß bereiten (z.B. indianisches Armringen, Kegelspiel u.a.).

Schulobst (Landesprogramm Kl. 1-6, mit Begleitung und kostenlos)

Unsere Schule nahm bereits am Projekt „Besser essen, mehr bewegen“ der Uni Dortmund teil, bevor dieses in das sog. Schulobstprojekt überging und vom Land NRW flächendeckend eingeführt wurde. So gehörte die Adolf-Schulte-Schule zu den ersten Schulen, die mit dem kostenlosen Schulobst beliefert wurde. Daher bekommen wir dieses bereits seit vielen Jahren von einem hierfür anerkannten Lieferanten; das Obst, das wir gegenwärtig erhalten, stammt aus biologischem Anbau. Seit diesem Schuljahr können alle Klassen von diesem Angebot profitieren; bisher war es den Klassen 1-6 vorbehalten. Zur Unterstützung bei der Verteilung und Zubereitung des Obstes stellt uns das Sozialamt eine Arbeitskraft zur Verfügung. Zum Projekt gehört ein Begleitprogramm, z.B. Herstellung von Butter als Angebot des Landfrauenverbandes, welches wir gerne in regelmäßigen Abständen in Anspruch nehmen, insbesondere im Rahmen unserer Projekttage zum Thema Gesunde Ernährung.